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ASEM: Eine enge Partnerschaft für Frieden und Wohlstand

<p>© Europäische Union </p>

© Europäische Union 

"Die EU steht fest zu ihrer Verantwortung als starker Akteur auf der Weltbühne und starker Partner Asiens. In diesem Teil der Welt befinden sich nicht nur einige unserer strategischen Partner, vielmehr ist der gesamte asiatische Kontinent inzwischen von strategischer Bedeutung für uns." So die Worte von Präsident Van Rompuy bei der Eröffnung des 9. Asien-Europa-Treffens (ASEM), das am 5. und 6. November in Vientiane (Laos) stattgefunden hat.

 

An dem Treffen nahmen Vertreter der 27 EU-Mitgliedstaaten und 21 asiatischer Staaten teil. Die EU wurde vom Präsidenten des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, und vom Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, vertreten, die zudem gemeinsam mit dem Präsidenten Zyperns bei dem Gipfeltreffen für die Koordinierung auf europäischer Seite sorgten.

 

Das Motto der Tagung lautete "Freunde für Frieden, Partner für Wohlstand". Die Hauptthemen waren Wirtschaft und Finanzen, globale, regionale und soziokulturelle Fragen sowie die weitere Entwicklung des ASEM.

 

Schwerpunktthema des Gipfels: Wirtschaft und Finanzen

 

Die EU erläuterte auf dem Gipfeltreffen, was sie in jüngster Zeit unternommen hat, um die Spannungen an den Finanzmärkten zu überwinden, das Vertrauen wiederherzustellen und Wachstum und Beschäftigung zu fördern. Präsident Van Rompuy unterstrich, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten substanzielle Reformen unternommen hätten, dass man sich beim Euro auf dem richtigen Weg befinde und dieser zudem ein unumkehrbares Projekt sei.

 

Haupttenor der Tagung war, dass beide Partner voneinander abhängig sind und daher enger zusammenarbeiten müssen. "Ob in Asien oder Europa – wir alle sitzen im selben Boot, denn über die Weltwirtschaft sind wir eng miteinander verbunden", erklärte Präsident Van Rompuy. "In der Welt von heute sollten wir alle in dieselbe Richtung rudern. (…) Wir brauchen einander", fügte er hinzu.

 

Asien ist der größte Handelspartner der Europäischen Union (42,5 % des gesamten Handelsvolumens); umgekehrt ist die EU bei den Aus- und bei den Einfuhren für Asien der wichtigste Handelspartner. Überdies ist die EU einer der Hauptinvestoren in Asien (17,2 % ihrer Auslandsinvestitionen im Jahr 2010).

 

Die Gipfelteilnehmer erörterten ferner die globale Wirtschafts- und Finanzlage und die Reform der internationalen Finanzinstitutionen. Dabei wurde hervorgehoben, dass der Handel als Wachstumsmotor gefördert und der Protektionismus bekämpft werden müsse. 

 

Die EU hat bereits ein Freihandelsabkommen mit der Republik Korea geschlossen und verhandelt derzeit mit Singapur, Malaysia, Vietnam und Indien über ähnliche Abkommen. Auch gibt es Pläne für ein Abkommen mit Japan. Die EU ist zudem bereit, zu prüfen, ob mit anderen asiatischen Ländern Freihandelsabkommen geschlossen werden können.

 

Globale Fragen

 

Im Mittelpunkt der Sitzung über globale Fragen standen die Anstrengungen zur Beseitigung der Armut und zur Bekämpfung des Terrorismus, der Seeräuberei und der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen.

 

Nach Aussage von Präsident Van Rompuy haben beide Seiten bekräftigt, dass sie entschlossen sind, die Milleniums-Entwicklungsziele zu erreichen; sie seien bereits im Begriff, ihre Zusammenarbeit beim Klimaschutz zu verstärken, und sie seien sich einig, dass sie in Bezug auf die Nichtverbreitung von Waffen und die nukleare Sicherheit und Gefahrenabwehr enger kooperieren müssten.

 

Beide Seiten haben ferner vereinbart, ihre sozialen und kulturellen Beziehungen auszubauen und Kontakte zwischen den Menschen zu fördern.

 

Das zweijährliche ASEM-Gipfeltreffen, das 1996 ins Leben gerufen wurde, ist das Hauptforum für den Dialog zwischen Europa und Asien und trägt dazu bei, die Beziehungen zwischen beiden Regionen zu vertiefen und das Verständnis füreinander zu fördern.

 

Es steht inzwischen für die Hälfte des weltweiten BIP, bis zu 60 % des Welthandels und rund 60 % der Weltbevölkerung. Dieses Jahr haben sich Norwegen, die Schweiz und Bangladesch angeschlossen. Das Forum ergänzt die bilateralen Beziehungen Europas zu einzelnen asiatischen Ländern.

 

Das nächste ASEM wird 2014 in Brüssel stattfinden.

 

Weitere Informationen:

 

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